Können wir die Zukunft vorhersagen?

Ein gemeinsames Experiment

Na wer hätte das gedacht? Jetzt haben wir eine Anleitung für eine einfache Remote-Viewing-Session auf Video. Statt auf die nächste Möglichkeit für einen „Schnupperkurs“ zu warten, könnt ihr euch alles bequem auf Video anschauen – und gleich mitmachen! Schaffen wir es, zwei Ereignisse in der Zukunft korrekt vorherzusagen, indem wir einen großen Datensatz aus (Laien-) RV-Sessions auswerten? Auch für uns ein spannendes Experiment, denn üblicherweise involvieren solche Projekte meist nur kleinere Gruppen und trainierte Viewer.

Doch schon Hal Puthoff hat mit seinem Experiment 1984 bewiesen, dass auch Laien nach einer entsprechenden Instruktion so gute Ergebnisse liefern konnten, dass damit ein erheblicher Betrag für die Gründung eines Schulprojektes zusammenkam. Also adaptieren wir die Methode – leicht abgewandelt für das Handling der Daten in einem Online-Setting.

Assoziatives Remote Viewing (ARV) ist eine Technik, die Remote Viewing mit einer Ergebnisvorhersage für binäre Ereignisse kombiniert.

ARV ist keine Art, Remote Viewing durchzuführen des Remote Viewing (keine Methode). Stattdessen ist es eine Art, Remote Viewing zu nutzen (eine Anwendung von RV), um eine bestimmte Art von Informationen über die Zukunft zu erhalten. Jede brauchbare RV-Methode kann für ein ARV-Projekt verwendet werden.

Bei ARV werden zwei verschiedene Targets (oft Objekte, aber auch Orte oder Fotos) ausgewählt und mit möglichen Ergebnissen eines zukünftigen Ereignisses. Ein Viewer versucht dann, das Ziel-Feedback zu beschreiben, das ihm in der Zukunft gezeigt wird, ohne zu wissen, welches Ergebnis es darstellt. Die RV-Session findet statt, bevor das Ereignis eintritt, und der Viewer wird vorab nicht über die möglichen Ergebnisse informiert. Nach der Sitzung vergleichen die Analysten die Beschreibung des/der Viewer mit den beiden ausgewählten Targets, um zu bestimmen, welches Ergebnis wahrscheinlicher ist.

Sobald das tatsächliche Ereignis eintritt, wird dem Viewer das Ziel-Feedback (Bild oder Objekt) gezeigt, welches mit dem tatsächlichen (!) Ergebnis verbunden ist. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Viewer das andere Target beschrieben hat, denn das korrekte Feedback ist wichtig, um den zeitlichen Loop für die Präkognition zu schließen.

ARV ist darauf ausgelegt, kognitive Überlagerungen (wie z.B. bewusstes oder unbewusstes Raten oder Schlussfolgern) zu umgehen, indem die Viewer scheinbar nicht zusammenhängende Bilder beschreiben, anstatt direkt zu versuchen, das Ereignis selbst vorherzusagen. Diese Technik wurde für verschiedene Zwecke verwendet, zum Beispiel Vorhersagen über Finanzmärkte, Sportereignisse oder Forschungsstudien.

Mit der genauen Art der Durchführung wurde in der Vergangenheit viel experimentiert, in der Hoffnung, die Genauigkeit von ARV zu verbessern oder das „Displacement-Problem“ in den Griff zu bekommen. Es gibt Experimente und Studien mit veränderter Reihenfolge der Arbeitsschritte (z.B. indem die Sessions gemacht werden bevor die Targets festgelegt werden), mit Self-Judging-Protokollen bei denen die Viewer zum Abschluss beide Targets sehen und selbst entscheiden oder mit verschiedenen Analysemethoden. Insgesamt ist die Erfogsrate jedoch weitestgehend konstant – zumindest in den Langzeitstudien. Kurzfristige und sogar spektakuläre Erfolge hat es gegeben, aber bisher noch nichts, was generell den „Durchbruch“ bringen konnte zu einer absoluten Genauigkeit. Letztlich mag dies nicht unbedingt am Remote Viewing selbst liegen, sondern könnte auch darin begründet sein, dass wir Zeit noch nicht genau verstehen, oder dass die Zukunft nicht fest vorherbestimmt ist.

ARV hat in verschiedenen Experimenten bemerkenswerte Erfolge gezeigt. Dr. Harold E. Puthoffs Projekt zur Vorhersage von Silver-Futures (1984) brachte 250.000 $ ein, von denen 25.000 $ für die Gründung einer Waldorfschule verwendet wurden. Dieses Experiment war Teil einer Reihe früher ARV-Studien, die in den 1980er Jahren durchgeführt wurden und das Potenzial der Verwendung von Remote Viewing für Vorhersagen demonstrierten. Ein ähnliches Projekt von Russell Targ und Keith Harary brachte 120.000 $ ein und schaffte es seinerzeit bis auf die Titelseite des Wall Street Journal. Seit diesen frühen Experimenten wurde ARV auf Aktienmarktprognosen, Sportwetten und Währungswechsel angewendet, oft mit positiven Ergebnissen. Nicht alle Versuche waren erfolgreich, aber generell zeigen die Daten von Langzeitstudien eine Trefferwahrscheinlichkeit von 65–68 %, also statistisch signifikant und durchaus in der Anwendung verwertbar.

Der allgemeine Trend deutet darauf hin, dass ARV als Vorhersage-Instrument bei korrekter Anwendung Potenzial gezeigt hat, obwohl es wie jede prädiktive Methode nicht ohne Risiken oder Misserfolge ist. Die Erfolge haben das anhaltende Interesse und die Forschung an ARV angeheizt, wobei zahlreiche Versuche in verschiedenen Bereichen zu positiven Ergebnissen geführt haben. Sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen haben ARV zu Forschungs- und Gewinnzwecken eingesetzt, wobei unterschiedliche Grade des Erfolgs berichtet wurden – über die letzten Jahrzehnte mit Ergebnissen in Einzelstudien zwischen 50 % (nicht signifikant) bis hin zu 100 %.

Vorbereitung & Durchführung

In unserem Video-Interview erkläre ich Schritt für Schritt, wie eine einfache Remote-Viewing-Session funktioniert, die wir für unser Experiment durchführen wollen. Schaut euch das Video an (Link in der rechten Spalte).

Für die Session braucht ihr nichts weiter als weißes Papier und einen schwarzen Stift. Eine ruhige Arbeitsumgebung ohne Ablenkungen ist von Vorteil. Die Session selbst dauert ungefähr 10–15 Minuten, je nach individueller Geschwindigkeit. Folgt einfach der Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Wenn die Session fertig ist, vergebt ihr einen individuellen Code (3 Buchstaben, 3 Ziffern). Warum? Manchmal sind bei „knappen“ Entscheidungen die Skizzen das Zünglein an der Waage, und dafür müssen wir dann die individuellen Sessions identifizieren.

PDF Kurzanleitung zum Download

Datensammlung & Auswertung

Für die Sammlung der Session-Ergebnisse verwenden wir das Werkzeug einer Online-Umfrage. Für jede der beiden Fragestellungen unseres Experiments gibt es eine eigene Umfrage. Bitte folgt der Anleitung (siehe Video) und tragt eure Ergebnisse jeweils in das passende Formular ein.

Frage 1

EXO-FQ1

Wird Robert Fleischer bei der deutschen IRVA-Konferenz am 6. September 2026 auf der Bühne stehen?

Feedback-Zeitpunkt: 6. September 2026, 9:00 Uhr CET

Frage 2

EXO-FQ2

Werden die Amerikaner (US-Präsident oder eine dazu befugte Regierungsbehörde) bis zum 31.12.2026 offiziell bestätigen, dass es hochentwickeltes intelligentes nichtmenschliches Leben (NHI) auf oder um der Erde gibt?

Feedback-Zeitpunkt: 12. Januar 2027, 19:00 Uhr CET

Und nun: Viel Spaß beim Ausprobieren!

Solltet ihr Fragen haben, könnt ihr diese am besten in den Kommentaren auf der Exomagazin-Webseite stellen. Wir bemühen uns, dort entsprechend zu antworten (auch ohne Login/Mitgliedschaft kann man bisherige Fragen und Antworten lesen):  https://www.exomagazin.tv/das-psi-experiment-kannst-du-in-die-zukunft-schauen-erstkontakt-spezial/

Die komplette Anleitung

Das Video mit der vollständigen Erklärung zum Experiment und Anleitung für eine einfache ARV-Session.

Das Video ist in voller Länge frei und ohne Bezahlschranke verfügbar.

Alle Informationen dazu sind auch verfügbar auf der Webseite von Exomagazin.tv: https://www.exomagazin.tv/das-psi-experiment-kannst-du-in-die-zukunft-schauen-erstkontakt-spezial/

Hintergründe und Geschichte

Vortrag bei der Tagung der Gesellschaft für Anomalistik (GfA) im Mai 2026: 50 Jahre Geschichte, Entwicklung, und Forschung im Remote Viewing

Exomagazin.tv Interview über die Hintergründe und Anwendung von Remote Viewing

Psychics Among Us – Dokumentationsfilm über Remote Viewing, mit Beispielprojekt (englisch)

Die 12 Prinzipien des Remote Viewing – eine kurze Übersicht zu Definition und Funktion von RV. Kostenlos auf der Centerlane-Webseite in deutscher Übersetzung, und bei Amazon als Broschüre erhältlich.