Die Geschichte der PSI-Spione des CIA

Third Eye Spies | PSI unit

Third Eye Spies (2019)

Russell Targ ist (neben Hal Puthoff) wahrscheinlich DIE Person, die über das Thema Remote Viewing am meisten zu sagen hat. Von den vier Hauptfiguren, die an der Erforschung und Begründung der Methode seit 1972 beteiligt waren, leben heute nur noch diese beiden. Und sie werden nicht müde, Zeugnis abzulegen von den erstaunlichen Einsichten, die sie dadurch erhalten haben. Das Wort „Paradigmenwechsel“ wird so oft strapaziert, beschreibt jedoch am besten, was all jenen widerfahren ist, die seither mit Remote Viewing in Kontakt gekommen sind. Und: Russell Targ (heute 87) ist nicht irgendwer … sondern Physiker und seinerzeit einer der leitenden NASA-Ingenieure auf dem Gebiet der Laser-Technik.

Was macht nun diese Methode – im Vergleich zu anderen PSI-Fähigkeiten – so besonders? Alles begann damit, dass zwei (naturgemäß skepische) Physiker am Stanford Research Institute begannen, die Existenz von PSI-Phänomenen zu untersuchen. Genau genommen versuchten sie eigentlich, deren Existenz zu widerlegen, zumindest wäre das ihren Auftraggebern, zu denen der US-Geheimdienst CIA zählte, eindeutig lieber gewesen. Mehr als 20 Jahre später wurde das mittlerweile streng geheime Programm eingestellt, die offizielle Begründung hierfür lässt Raum für Spekulationen. Tausende von Akten (> 92.000 Dokumente) sind über die CIA-Library mittlerweile öffentlich einsehbar, aber 20 % (lt. Puthoff) sind bis heute noch als streng geheim klassifiziert und unter Verschluss. Think about that.

Die Besonderheit von Remote Viewing liegt in zwei Dingen. Erstens: Jeder kann es anwenden, man muss kein „natürliches Medium“ sein. Ganz normale Menschen wurden und werden mit dem RV-Protokoll ausgebildet und können exzellente Ergebnisse liefern, die jenseits der natürlichen Wahrnehmung liegen. Zweitens: Die Ergebnisse dieser Arbeit sind mit wissenschaftlichen Methoden als statistisch hoch signifikant nachgewiesen. Bis heute wurden und werden von verschiedensten Wissenschaftlern Studien durchgeführt, die die Existenz von PSI-Fähigkeiten allgemein und nicht-lokaler Wahrnehmung im Besonderen nachweisen.


Film anschauen bei Amazon Prime: Link

Nun aber zurück zum Film. Fast 2 Stunden Material, produziert von Russell Targ, einem Mann der ersten Stunde. Sicher nicht die erste Publikation, die sich mit dem Thema befasst, aber eine selten umfangreiche. Als Einstieg wunderbar geeignet, denn Targ erklärt nicht nur selbst in chronologischem Format, wie er durch die Ergebnisse seiner Arbeit immer wieder ins Staunen geriet. Den beiden Produzenten gelang es auch, eine so große Menge an Leuten, die zur „Originalen Besetzung“ gehörten, vor die Kamera zu bekommen, wie es wohl nie wieder möglich sein wird. Das wiederum macht den Film auch wertvoll für jene, die die darin vorgestellten Ereignisse und Experimente ganz oder teilweise schon kennen. Es ist einfach etwas anderes, dies aus dem Mund von denjenigen zu hören, die dabei waren – und ihnen dabei anzusehen, wie sehr diese Erlebnisse das Leben von jedem einzelnen verändert haben.

Allein die Aufzählung der hier versammelten Namen ist Referenz genug (Auswahl):

Der Film ist derzeit nur in OV (englisch) erhältlich, ist aber auch für Leute mit nur mittelmäßigen Englischkenntnissen durchaus gut verständlich. (© 2019, Produktion von Russell Targ, Directed by Lance Mungia, Vertrieb u.a. über Amazon Prime)

Anmerkung

E-Mailvon Russell Targ an PSI unitDa nun dieser Film in voller Länge auf Youtube erschienen ist, haben wir sicherheitshalber bei Russell Targ nachgefragt, ob die Version authorisiert ist. Er hat sich beim Produzenten noch einmal rückversichert und konnte uns bestätigen, dass diese Version freigegeben ist. (Update: Mittlerweile ist die Dokumentation nur noch auf Amazon Prime zu sehen.)